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Kommentare: 18
  • #1

    Manfred (Dienstag, 11 September 2012 21:55)

    Hallo Chrissi,
    schön, dass alles so gut geklappt hat!
    Ich wünsche Dir weiterthin viele schöne Erlebnisse und kein zu großes Heimweh!
    bis demnächst
    Manfred von der Bassklarinette

  • #2

    Mamasita (Mittwoch, 12 September 2012 22:08)

    Du siehst
    sooooooooo
    hübsch aus in dem Kleid!!!

  • #3

    Mamasita (Freitag, 14 September 2012 11:24)

    Jetzt sind deine Fantasie und dein Organisationstalent gefragt um dich bei den Schülern beliebt zu machen! Du schaffst das sicher! Musiziere mit ihnen auf Englisch, dann hast du 2 Fliegen auf einen Schlag. Bussi

  • #4

    Susi (Samstag, 15 September 2012 21:10)

    Hallo Chrissi, prima von Dir zu hören. Freut mich, dass es Dir gut geht. Ich wünsch Dir viel Spass und gutes Gelingen. Susi Stöhr

  • #5

    sylvia (Montag, 17 September 2012 21:27)

    Einen lieben Gruß aus Tübingen.Ichsitze gerade bei der Unterrichtsvorbereitung für meine "schweren Jungs" und denke an Dich!
    Sylvia

  • #6

    Attila (Mittwoch, 26 September 2012 15:04)

    Hallo Christina,
    ich möchte Dir endlich meine Komplimente übermitteln: Dein Blog (Auftritt im Internet) ist vorzüglich gelungen und hebt sich wohltuend von anderen ab. Du schreibst sehr informativ, und Deine Bilder geben einen ausgezeichneten Eindruck in das Leben und der Landschaft von Linares.
    Ich freue mich jedesmal aufs Neue einen Text von Dir zulesen und Deine wunderbaren Bilder anzusehen. Ich kann es kaum erwarten wieder etwas dazu zulernen, Dein Hunnenkönig

  • #7

    roswitha pauler (Mittwoch, 24 Oktober 2012 18:24)

    Liebe Christina, dank deiner guten Beschreibung habe ich alles im Internet gefunden. Toll, was du da alles erlebst. Ich werde fleißig deine Artikel lesen. Pass auf dich auf! Liebe Grüße aus dem Bay. Wald

  • #8

    Ingrid (Freitag, 26 Oktober 2012 17:29)

    Hallo Christina,
    heute habe ich wieder einmal deine informativen Berichte gelesen und die Fotos angesehen. Du erlebst ja irrsinning viel. Gleichzeitig ist es ganz normal, dass du gelegentlich Heimweh bekommst. Wenn du nun im Radio über deine Erfahrungen berichten kannst, so wird dies für viele hierzulande eine spannende Sache sein. Ich hoffe, ich kann mir die Sendung anhören. Sei weiter so tapfer und amabel (richtig?). Wie man in den Wald hineinruft ... Weiterhin eine gute und spannende Zeit
    Liebe Grüße
    Ingrid

  • #9

    Ungarn (Montag, 29 Oktober 2012)

    Hallo Christina, gestern haben wir alle mit Spannung Deinem ersten Radiointerview entgegen gefiebert. Du hast es mit Bravour gemeistert, an dieser Stelle unser Kompliment. Viele Grüsse und Bussi Agnes, Agi, Szuszi, Sanni, Sylvia u.a.

  • #10

    roswitha pauler (Sonntag, 23 Dezember 2012 17:22)

    Hallo Christina,wir möchten Dir ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr 2013 wünschen
    Roswitha und Wilfried Pauler

  • #11

    Hanna Bancher (Donnerstag, 17 Januar 2013 11:40)

    Liebe Christina, Dagmar hat mich auf deine Chile-Homepage hingewiesen und nun bin ich schon eine geraume Weile darin herumgesurft und finde sie SPITZE!Mein Kompliment!
    Scheint dass du vielSpannendes erleben darfst in Chile; genieß es weiterhin, ich werde in Zukunft auch immer wieder bei dir reinschnuppern! Alles Liebe aus Wien, Hanna

  • #12

    Heike (Dienstag, 12 Februar 2013 16:52)

    Da wird man ja richtig neidisch, wenn man Euch in unglaublich schöner Landschaft auf den Pferden sitzen sieht!
    freue mich riesig für Euch!!
    Liebe Grüße aus dem verschneiten Waldkirch.
    Heike

  • #13

    Best Juicer (Donnerstag, 11 April 2013 01:22)

    This particular article was in fact exactly what I was looking for!

  • #14

    Ingrid (Donnerstag, 16 Mai 2013 09:27)

    Liebe Christina, ich schicke dir viele Sonnenstrahlen zum Aufwärmen aus dem frühsommerlichen Pfaffstätten!

  • #15

    Agnes (Donnerstag, 16 Mai 2013 21:01)

    Von Agnes' 8O. Geburtstag grűssen wir dich ganz herzlich!
    Super schőne Bilder.
    Liebe Grűsse aus Ungarn ;-*

  • #16

    Mamasita (Donnerstag, 25 Juli 2013 20:13)

    Wow, tolle Bilder!! Und endlich wieder glückliche Gesichter! Wie schön! Bussi von Mamasita

  • #17

    Endspurt (Montag, 05 August 2013 10:41)

    Mit den letzten vier Wochen bist Du auf die Zielgerade eingebogen und wir freuen uns Dich endlich wieder persönlich in die Arme nehmen zu dürfen. Nur Geduld, ab jetzt rennt die Zeit, Bussi Papa

  • #18

    mimiochelle (Freitag, 23 August 2013 21:13)

    Hey
    jetzt sind es ja wirklichnur noch ein paar Tage bis du wieder zurück kommst (man kann sie jetzt sogar an 2 Händen abzählen!).
    WIr freuen uns schon dich wieder hier zu haben :)
    bis bald deine sis

Mi

25

Sep

2013

Das Ende...

Nachdem ich schon wieder zwei Wochen in Deutschland war, fand auch gleich das sogenannte Rückkehrerseminar statt. Alle Freiwilligen des Badischen Roten Kreuzes, die nach Mexiko, Peru und Chile gereist waren, trafen sich zu einem letzten fünftägigen Seminar.

Es war interessant und lustig, die ganzen Leute wieder zu sehen. Sie alle hatten dasselbe erlebt und ich fand es toll, unter ihnen zu sein. Sie verstanden ganz genau, wie es für mich gewesen war, wieder in das alte Leben zurückzukehren.

Die Inhalte des Seminares waren einerseits die Reflexion des Freiwilligendienstes und Ländervorstellungen und andererseits das zukünftige Rückkehrer-Engagement.

 

Die fünf Tage gingen schnell vorbei und waren, wie schon erwähnt, amüsant und auch hilfreich. So habe ich jetzt richtig mit meinem Chilejahr abgeschlossen und weiß, wie und wo ich mich in Zukunft weiter im Sinne meines Freiwilligendienstes engagieren kann.

 

Nun geht es für mich zum Studieren nach Halle (Saale). Dort werde ich „Interkulturelle Europa- und Amerikastudien“ und Wirtschaftswissenschaften studieren. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt und hoffe, dass ich mich auch in Deutschlands Osten wohlfühlen kann *hihi*

 

Ich möchte nun meinen Blog „weltwärts nach Chile“ mit diesem Bericht abschließen.

Es war mir ein Vergnügen, für Sie und Euch von meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Danke für die vielen netten Worte und Zusprüche und schlichtweg danke fürs Lesen!

Als Abschluss möchte ich noch einmal Chile hochleben lassen:

 

 

CHI CHI CHI – LE LE LE

 

¡¡¡VIVA CHILE!!!

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Di

10

Sep

2013

Wieder daheim

Ich habe lange gebraucht, um die letzten drei Artikel zu schreiben. Ich war schlicht weg einfach nicht dazu fähig, mich hinzusetzen und die letzte Woche revue passieren zu lassen.

Doch nun ist schon eine Woche seit meiner Ankunft vergangen. Ich habe meine Gedanken sortiert und mich wieder gut eingelebt. Deutschland ist so anders als Chile. Aber es gefällt mir. Am Anfang war es ein richtig komisches Gefühl, wieder durch die alten Straßen zu laufen, vertraute Dinge zu tun. Der Lichtschalter war immer noch an seinem alten Platz, genauso wie der Kochtopf. Und auch sonst hatte sich in diesem Jahr nicht allzu viel in Waldkirch verändert. Ein paar neue Häuser wurden gebaut, unser Tunnel ist gesperrt, weshalb der ganze Verkehr aus dem Tal nun durch unser Städtchen fährt, was Einbahnstraßen und viele Staus zur Folge hat, aber ansonsten ist alles beim Alten geblieben.

Ich muss mich auch sehr intensiv um die Wohnungssuche in meiner neuen Stadt kümmern. Denn ich werde zum Studieren nach Halle (Saale) ziehen. Dort werde ich IKEAS studieren (Interkulturelle Europa- und Amerikastudien – nein… ich werde keine professionelle Möbelaufbauerin).

So ist Waldkirch nur ein Zwischenstop, bevor schon wieder ein neuer Lebensabschnitt beginnt. 

 

Ich melde mich noch einmal von unserem Rückkehrerseminar. Bis dahin „ADIOS!“

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Di

10

Sep

2013

Das Ende meines Abenteuers

Dass ein Jahr schnell vorbeigehen kann, habe ich nun gemerkt. Die Zeit ist gerast. Ein Monat folgte dem nächsten und es kommt mir so unglaublich kurz vor.

So stand auch schon die Heimreise auf dem Plan. Von Sonntag auf Montag schlief ich nicht viel. Ich war aufgeregt, traurig, nervös, freudig und das alles auf einmal. Ich hatte ständige Gefühlswechsel. Das Jahr war vorbei. Schluss. Aus. Ende… Es ging wieder zurück nach Deutschland. Keiner von uns wusste so genau, wie es werden würde in Deutschland. Mit Studium, neuer Stadt, neuen Leuten. Aber erst einmal die alten Leute wiedersehen. Hat sich viel verändert? Oder ist alles gleich geblieben?

Um 4 Uhr morgens fuhr unser Bus dann aus dem Busterminal in Linares ab. Alle sieben Gastfamilien waren gekommen. Einige weinten, andere waren nur traurig. Wir hielten den Bus noch ein paar Minuten auf, bevor es dann losging. In Gedanken verabschiedete ich mich von „meinem Linares“, meinem neuen Leben und von den ganzen neuen Bekanntschaften, die ich höchstwahrscheinlich nie wieder sehen werde.

Am Flughafen nahmen wir dann auch noch Abschied  von unserem Mentor, der uns das ganze Jahr super betreut hatte und uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Die zweiwöchigen Sitzungen mit leckerem Essen werde ich nicht so schnell vergessen!

Und so ging es dann auf die lange Reise über Sao Paulo nach Frankfurt.

Ich möchte an dieser Stelle – „am Ende meines Abenteuers“ – allen Freunden, Bekannten, Lesern, Unterstützern, Spendern, Mitfreiwilligen und meiner Familie danken, die mir dieses einmalige Jahr überhaupt möglich gemacht haben! Ich habe viel, auch über mich, gelernt, viel gesehen und sozusagen eine neue Welt kennengelernt.

 

 

Danke – Muchas Gracias! :-) 

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Di

10

Sep

2013

Der Abschied

Ich mag Abschiede nicht… Doch die letzte Woche in Chile war nur so gefüllt mit kleinen und großen Abschieden. Auf einmal war die Abreise so präsent wie nie zuvor. War schon wirklich ein Jahr vergangen?

Ich hatte eine lange Liste mit vielen Punkten, die noch abgearbeitet werden mussten. Zum Beispiel Andenken kaufen, Abschiedsgeschenke, usw.

In der vorletzten Woche am Freitag gab es in Casa Estudio ein Abschluss-Asado (Abschiedsgrillen) für mich. Jedes Mal bin ich begeistert, wie ein solches Asado zusammenschweißt. Denn jeder einzelne ist mit irgendetwas beschäftigt. Man bereitet Salate vor, den Grill, die Kohle, das Fleisch… Alles hängt zusammen und wird dann schön serviert und gegessen. Ich hielt eine kleine Ansprache und bedankte mich bei meinen Arbeitskollegen für ihre Zuneigung und Hilfe!

Dienstag gab es dann den ersten Abschied. In meinem „Proyecto servir“, bei dem ich immer wieder mitgemacht und geholfen hatte, hieß es „adios“ zu sagen. Wir kochten noch einmal für die Menschen auf der Straße und verabschiedeten uns dann (wahrscheinlich für immer…)

Mittwoch war die letzte „Reunión“ (Versammlung) mit den deutschen Freiwilligen und unserem Mentor. Er lud uns zu sich nach Hause ein, wo wir selbstgemachte Spätzle mit Geschnetzeltem essen durften. Außerdem reflektierten wir unser Jahr in Chile und schwelgten in Erinnerungen. Es war ein sehr schöner Abschluss unserer regelmäßigen reuniones.

Donnerstag war es in meiner Arbeit, Casa Estudio Chaminade, dann auch so weit. Es hieß das letzte Mal Frühstück richten, das letzte Mal mit den Schülern reden, ihre Witze anhören und ihnen das letzte Mal in den Pausen beim Tischtennis zuschauen. Ich hatte kleine Abschiedsgeschenke vorbereitet (50 Stück), die ich ihnen mit einer kleinen Ansprache übergeben wollte. Daraus wurde jedoch (nach meinem Plan) nichts. Ich wurde nämlich ganz unauffällig aus Casa Estudio weggelockt. Als ich dann zurückkehrte hieß es im Chor „Überraaaaaschuuuuuung“. Man hatte alles schön geschmückt, es gab Getränke und Chips und der Beamer war auch aufgebaut worden. Alle saßen in der Mini-Aula und schauten mich erwartungsvoll an. Ich war sehr gerührt! Ein paar Schüler hatten ein Video aus Fotos erstellt, in dem mein ganzes Jahr zusammengefasst war. Ich bekam eine Karte, auf der viele meiner Schüler Grüße hinterlassen hatten. Ich versuchte danach die richtigen Worte auf Spanisch zu meinem Abschied zu finden und bedankte mich bei ihnen… Als ich dann jedem einzelnen meine Geschenke übergab, bekam ich auch ein paar Tränen in den Augen. Die Schüler hatten mich lieb gewonnen, genauso wie ich sie mochte. Schon Tage vorher hatten die Schüler immer wieder gesagt, dass ich doch bitte nicht weggehen solle, sie dafür zahlen wollten, um noch ein Jahr bleiben zu können… Die Vorstellung, nicht mehr jede Woche nach Casa Estudio zu gehen, die Schüler wahrscheinlich nie wieder zu sehen, machte mich ziemlich traurig. Sehr gerührt war ich, als ein Schüler bei der Verabschiedung seine Rosenkranzkette auszog und sie mir übergab und meinte: „Nehmen Sie sie als Erinnerung mit nach Deutschland“. Für diese Kette werde ich einen gebührenden Platz in meinem Zimmer finden!

Abends war ich zu einem Arbeitskollegen eingeladen. Er kochte eine leckere Paella, die wir zusammen mit einem Gläschen Wein und bei einem schönen Gespräch verspeisten.

Freitag gab es nun auch das letzte Mittagessen mit all meinen Arbeitskollegen. Dort bekam ich ein kleines Geschenk von allen, hübsche Silberohrringe. Sie hatten extra daran gedacht, mir nichts Schweres zu schenken, damit ich keine Probleme beim Kofferpacken bekommen würde. Es war sehr traurig den meisten für immer „tschüss“ zu sagen. So flossen auch meine Tränen. Ich drehte noch eine letzte Runde in Casa Estudio und ging nach Hause.

Abends trafen sich alle Freiwillige mit den ganzen Freunden und Bekannten, die wir in diesem Jahr kennengelernt hatten in einer Bar. Der Abend war lustig, auch wenn er einen bitteren Beigeschmack hatte. Wir feierten unser Jahr zusammen mit den Liebsten in Chile.

Samstag war ich dann schon ein bisschen nervös. Ich lief noch einmal ins Zentrum, erledigte noch ein paar Sachen. Denn am Mittag sollte ich in meiner neuen Gastfamilie gebührend verabschiedet werden. Ich hatte einen wundervollen Samstag. Es gab wieder ein Asado, sozusagen ein vorgezogenes Nationalfeiertags-Asado. Bekannte wurden eingeladen und schlussendlich verbrachten wir den ganzen Tag bis in die Nacht hinein zusammen. Als kleiner Höhepunkt und Überraschung wurde ein Freund eingeladen, der mit der Gitarre ein bisschen für Stimmung und Tanzmusik sowie „Cueca“ sorgte. Ich wurde ziemlich wehmütig… blieb mir doch nur noch ein Tag mit dieser netten Familie.

Sonntag war nämlich ein kompletter Pack- und Ausmistetag. Meine ganzen Klamotten, Bücher, Andenken, Mitbringsel usw. mussten schlau in einen Rucksack und einen Koffer gepackt werden. Dies gelang mir auch sehr gut, sodass ich am Abend noch Platz/Gewicht frei hatte und kurzerhand beschloss noch in den Supermarkt zu gehen, um einen Pisco (Nationalgetränk) zu kaufen. Daraus wurde dann schlussendlich ein ganzer Familienausflug mit dem sogenannten „Pedido“. Den macht meine Familie jeden Monatsanfang (wenn der Lohn auf dem Konto ist) und kauft dann für den ganzen Monat ein. Wir nutzten die Gelegenheit und kauften uns noch Knabberzeug, das wir später bei gemütlichem Zusammensitzen und Gesprächen verzehrten…

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Mo

26

Aug

2013

B&B

B&B bedeutet dieses Mal nicht „Bed & Breakfast“, sondern umgewandlet „Bingo & Babyshower“. Ja, ihr habt richtig gehört: Babyshower (zu Deutsch: Baby-Dusche). Was hat es damit auf sich?
Eine meiner Arbeitskolleginnen ist schwanger. Sie wird übrigens gleichzeitig mit meiner Abreise in den Mutterschutz entlassen. Der oder das Babyshower kommt ursprünglich aus den USA. Wie unter anderem Halloween, ist dieser Brauch erst in den letzten Jahren nach Chile gekommen und populär geworden. Babyshower werden meistens von Freunden der Schwangeren organisiert. Bevor das Baby auf die Welt kommt, werden Leute eingeladen und es wird gefeiert, Spiele gespielt, Geschenke verteilt und beisammen gesessen. Es war mein erster Babyshower. Ich fand alles komplett kitschig. Da es ein Junge werden sollte, war alles in hellblau geschmückt. Luftballons, Tischdecke, Girlanden, Torte,… alles in hellblau. Es wurden ein paar Spiele gespielt, beispielsweise gab es einen Wettkampf, wer als erstes Bier aus einer Nuckelflasche getrunken hat und man musste mit einer Schnur den Umfang des Bauches der Schwangeren abschätzen. Im Biertrinken habe ich leider kläglich versagt (mein Loch war viel kleiner als das der anderen!!!!) und im Bauchumfang messen lag ich gar nicht soooo schlecht. Insgesamt war es zwar ein netter Nachmittag, aber für mich einfach zu kitschig. Es lief auch ständig Babymusik usw. Ich war auch mit Abstand noch die Jüngste…

Nach dem Babyshower ging’s dann noch zu einem Bingo. Das veranstalten die Chilenen irgendwie oft, um kranken Menschen zu helfen. Als Benefizveranstaltung sozusagen. Man zahlt für die Bingokarte, es wird Essen verkauft und die Preise werden gespendet. Ich hatte sogar einmal Bingo, war aber leider nicht die Einzige, sodass ich beim Kugelziehen leider die niedrigere Zahl zog und leider keinen Wasserkocher gewann.

Auf der Suche nach Abschiedsgeschenken für meine Schüler, Kollegen und Familie, machte ich mich an einem Samstag auf große Shopping-Such-Tour. Diese führte mich dazu, dass ich fast in jeden einzelnen Laden in Linares hineinging… und manchmal erstaunt war, was sich alles hinter dem Schaufenster versteckt. Es gibt so unendlich viele Läden mit Chinazeugs. Das ist natürlich mega billig… die Qualität lässt aber auch oft zum Wünschen übrig. An diesem Tag merkte man auch schon richtig, dass der „Dieciocho“, der Nationalfeiertag am 18. September immer näher rückt. Die Straßen und Läden sind schon dementsprechend geschmückt, auf der Straße werden Dekorationsartikel angeboten und in den Supermärkten groß Fleisch und Wein angepriesen. Auch hört man jetzt wieder viel öfter die „Cueca“, den Nationaltanz und –musik. Dieser wurde auch schon gebührend auf der Straße dargeboten. Es ist wirklich schade, dass wir Freiwilligen den Nationalfeiertag nicht mehr in Chile verbringen können. Letztes Jahr war das gerade kurz nach unserer Ankunft… Ein Jahr später wissen wir schon so viel mehr über Chile und die Bräuche, dass wir es dieses Mal ganz anders wahrnehmen würden. Naja, in Deutschland sind wir an diesem Datum alle auf dem Rückkehrerseminar, sodass wir Freiwilligen wenigstens zusammen sein können ;-)

Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal in meinen Berichten erwähnt habe, finde es aber doch erwähnenswert. Jeden Tag um 12 Uhr ertönt in Linares die Sirene der Feuerwehr. Man kann sich daran wirklich gut orientieren. Es gibt nämlich keine Kirchenglocken, die einem die Uhrzeit angeben würden. Zusammen mit der Sirene gibt es immer ein Jaulkonzert der ganzen Hunde, die in den Vorgärten eingezäunt hocken.

Bueno. Fast jeder Tag ist ja irgendwem oder irgendetwas gewidmet. Beispielsweise der Marihuanatag, Weltkindertag, Weltfrauentag, Tag der Schüler, Tag der Lehrer, Tag der Sozialarbeiter, Tag der Sekretärin,…. Das wird in Chile natürlich immer gebührend gefeiert. Am Tag der Lehrer gab es zum Beispiel frei. Und genau wie Mutter- und Vatertag gibt es einen Kindertag. Was ich alles komplette Geldmache und Kommerz finde. Alle Eltern, Omas und Opas, Tanten und Onkels kaufen für die Kinder Geschenke… Es gibt also Geburtstag, Weihnachten und Kindertag, an dem die Kleinen Geschenke absahnen. Ich finde es nur komplett übertrieben. Weil Wochen vorher schon in den Werbungen dieser besondere Tag angepriesen wird.

Ansonsten habe ich noch die einzige Artillerieschule in ganz Südamerika kennengelernt. Das riesige Areal liegt mitten in Linares. Man meint gar nicht, was sich alles hinter den Mauern versteckt. Wir wurden von einem Sargent herumgeführt. Da mein Gastvater vor 30 Jahren auch einen zweijährigen Dienst dort abgeleistet hat, gab es auch schön viele Geschichten zu hören. Es war eine interessante Führung und ich konnte einen der letzten Punkte auf meiner Liste der Sachen zum Kennenlernen abhaken! 

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Di

13

Aug

2013

Christina und die Zuckerfabrik

Der Countdown ist schon fast eingeläutet und ich bin kräftig am Überlegen, was ich noch alles in Chile machen und erleben möchte. Unter anderem Stand auf meinem Plan, die Zuckerfabrik IANSA in Linares zu besichtigen. Ich bin richtig froh, dass das geklappt hat. Man muss eben seine Kontakte haben und auch spielen lassen! So kam es, dass meine neuen Gasteltern einen Neffen haben, der dort arbeitet und für uns eine Tour organisieren konnte. Zusammen mit ihnen und noch einer Freundin wurden wir mit Warnweste, Schutzbrille und Helm ausgestattet und machten uns auf den Weg in die Fabrik, die man im Winter schon von Weitem erkennen konnte, da sehr viel Rauch ausgepustet wird (dieser Rauch ist eigentlich Dampf, wie sich später herausstellte). Auch war manchmal ein etwas unangenehm süßlicher Geruch in der ganzen Stadt zu riechen.

Gut, wir wurden also durch den Prozess von der Zuckerrübe zum weißen Zucker geführt, was ich wirklich sehr interessant fand. Im Inneren der Fabrik war es laut, heiß und stank. Uns wurde ständig erklärt, dass nichts verschwendet werde, alles würde irgendwie verarbeitet werden. Vom Wasser bis zum Matsch, der an die Bauern in der Umgebung verkauft wird. Manchmal verstand ich nicht alles, da doch einige Vokabeln dabei waren, die ich nicht kannte, aber im Großen und Ganzen konnte ich der Führung gut folgen.

 

Was ist sonst so in Chile los?

  • Die neuen Rot-Kreuz-Freiwilligen haben ihre Familien zugeteilt bekommen. 6 der 7 Familien werden wieder einen neuen Deutschen aufnehmen. Das Leben in Chile geht wohl auch nach unserer Abreise weiter. Es ist eine – für uns -  traurige Tatsache, dass wir „einfach so“ ersetzt werden. Aber so ist das Leben.
  • Das Wetter gleicht unserem typischen „Aprilwetter“! Ich stehe morgens auf und es ist bewölkt. Ich gehe aus dem Haus und es scheint die Sonne, ich bin auf der Arbeit und es regnet, 10 Minuten später scheint wieder die Sonne… Heute ist es außerdem eisig kalt. Ich freue mich auf den Spätsommer im September in Deutschland!
  • Wahlen: die Präsidentschaftswahlen im September rücken immer näher. Und man sieht ganz viel Wahlkampf im Fernsehen. Vor ein paar Wochen waren von den zwei großen Koalitionen Kandidaten gewählt worden. Der eine Kandidat ist überraschend zurückgetreten. Nun ersetzt ihn eine Frau. Die ehemalige Präsidentin Michelle Bachelet und Evelyn Mathei sind jetzt wohl die zwei beliebtesten Kandidatinnen im Kampf um das Präsidentenamt.
  • Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob ich schon über mein neu erlerntes Hobby berichtet habe… Wenn nicht, dann tue ich es jetzt: ich habe stricken gelernt! Ich finde es eine sehr entspannende Arbeit und sie macht mir Spaß. Ich habe schon zwei Schlas gestrickt und habe gerade mit einer Mütze angefangen. Meine neue Gastmutter steht mir da mit Rat und Tat zur Seite und korrigiert meine ganzen Fehler geduldig (wie oft musste ich meine Arbeit wieder aufmachen *lach*). Ich werde auch versuchen, so viel wie möglich noch in Chile zu stricken, da ich gehört habe, dass die Wolle in Deutschland ziemlich teuer ist im Vergleich zu hier! Das muss ausgenutzt werden!!! *Gut Strick!*
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Mi

31

Jul

2013

Arequipa & der Canyon

Das nächste und auch letzte Ziel unserer Reise war Arequipa. Sie wird die „weiße Stadt“ genannt. Die Fahrt dahin war (zumindest für mich) schrecklich. Unter anderem die schlechte Luft im Bus und die vielen Kurven brachten mich dazu, fast die ganze Fahrt zu schlafen. Einmal wachte ich auf, da der Bus stehen blieb. Ich schaute mich um. Wir waren mitten im Nichts stehen geblieben. Hochebene, Pampa, eine Straße und keine Zivilisation weit und breit. Kaum war der Bus stehen geblieben, stürmten alle Peruaner aus dem Bus. Bald sollte ich erfahren, weshalb… Es war Pipi-Pause angesagt. Ich fand es nur eklig und widerlich, den Peruanern schien es aber nichts auszumachen, nebeneinander in den Wind zu pieseln. Man merkte gleich, wer nicht Peruaner war, denn die wenigen Touristen waren die einzigen Personen, die im Bus geblieben waren…

In Arequipa angekommen erwarteten uns warme und sonnige Temperaturen. Wir fuhren gleich zu unserem Hostel, welches mitten im Zentrum lag und wirklich schön war! Die Sonne ging wie immer früh unter (gegen 18 Uhr) und schnell wurde die Stadt zu einem einzigen Lichtermeer. Auf der „Plaza de Armas“ wollten wir zu Abend essen. Wir suchten uns ein Restaurant aus, welches eine Dachterrasse hatte. Oben hatte man nicht nur eine super Aussicht, sondern wir bekamen auch Ponchos wegen den frischen nächtlichen Temperaturen ausgeliehen. Das Essen war auch sehr lecker!

Am nächsten Tag ging es wieder richtig früh los. Ich hatte den Eindruck, dass die Zeiten in Peru sehr an das Tageslicht angepasst sind. Da das Land ziemlich nah am Äquator liegt und es keine Sommer- und Winterzeit gibt, geht die Sonne früh auf und wie gesagt gegen 18 Uhr unter. Um halb 8 Uhr Morgens ist schon reger Trubel auf den Straßen, dagegen nach 18 Uhr fast gar nichts mehr los. Danach sind auch die Ausflüge ausgerichtet.

Wir fanden uns wieder einmal in einem Bus wieder, der einen großen Teil der Strecke wieder zurückfuhr, die wir am Tag vorher hinter uns gebracht hatten. Dieses Mal ging es mir aber super und die Kurven machten mir gar nichts aus.

Unser Guide liebte es wohl, zu reden. Und er hörte auch nie auf, da er alles erst mal auf Spanisch erzählte und später dasselbe auf Englisch wiederholte. Manchmal konnte ich nicht wirklich unterscheiden, ob er nun gerade Spanisch oder Englisch geredet hatte (ich verstand ja beide Sprachen).

Auf dieser Fahrt sollten wir auch auf dem höchsten Punkt unserer gemeinsamen Reise ankommen. Der Pass lag auf 4910m Höhe und man hatte ein super Panorama auf die umliegenden 6000er-Vulkane. Die Luft war zwar dünn und man riet uns ab, zu rennen oder zu schnelle Bewegungen zu machen, aber das war alles kein Problem. Bald danach kamen wir im Colca-Canyon an. Der Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt. Vom höchsten Berggipfel bis zum Fluss misst er über 3000m. Der Grand Canyon dagegen wohl nur 1800m (Quelle: Wikipedia).
Auf jeden Fall kamen wir dort an und wurden in unserer hübschen Lodge abgesetzt. Wir waren in einem kleinen Dorf namens „Yanque“ gelandet. Auf einer kleinen Dorferkundungstour mussten wir dann leider feststellen, dass es sehr klein war und nachmittags nicht einmal das kleine Restaurant geöffnet hatte. Dafür trafen wir auf Esel, Schweine und Schafe in den Straßen und konnten einen Vulkan sehen, der schon seit einigen Wochen Rauch ausspuckte.

Da der Nationalfeiertag am 28. Juli immer näher rückte, wurden die Straßen mit Fahnen geschmückt und auch immer wieder Paraden geübt. Wir hörten Musik und liefen ihr entgegen. Auf einmal trafen wir auf eine Schule, wo kleine Kinder wild durcheinander Musik spielten. Der Musiklehrer oder Dirigent versuchte vergeblich, ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen, denn die Kleinen sollten in Reih und Glied spielend durch die Stadt marschieren. Es war wirklich lustig anzuschauen und ich schmunzelte das ein oder andere Mal.

Der nächste Tag begann wieder einmal früh. Dieses Mal war es aber notwendig, denn der Ausflug sollte uns zu einem Aussichtspunkt führen, von dem aus man gut Kondore sehen konnte. Diese nutzen die Thermik, um herumzufliegen. An manchen Tagen waren wohl keine zu sehen, weshalb man schon ein bisschen Glück haben musste. Das Glück war uns hold! Wir sahen Kondore, alte wie auch junge. Diese kann man an ihrem Gefieder unterscheiden. Junge Kondore waren braun, ältere hatten schwarze und weiße Federn. Es schien zwar die Sonne, dennoch wehte ein kräftiger Wind. Es war interessant, den Kondoren zuzusehen, wie sie federleicht durch die Luft schwebten. Auch, da man sich bewusst war, dass man die größten Vögel der Welt vor sich hatte.

Danach führte uns die Fahrt wieder durch die ganze Schlucht und über den Pass zurück nach Arequipa, wo wir uns schon auf unsere Abreise vorbereiteten.

Die Ferienwoche war viel zu schnell vorbeigegangen und schon war der Tag gekommen, an dem es wieder nach Lima an den Flughafen ging und die Heimreise angetreten werden sollte.

Wir kamen am Nationalfeiertag in Lima an. Es war deshalb auch ungewöhnlich wenig Verkehr, weshalb wir ziemlich schnell im Zentrum ankamen. Dieses war leider abgesperrt, weshalb ich die „Plaza de Armas“ und die ganzen historischen Gebäude drum herum nicht sehen konnte. Das Wetter war bewölkt und trist. Die Atmosphäre war irgendwie gar nicht so freudig, wie ich das vom Nationalfeiertag in Chile gewohnt war, wo Musik an allen Straßenecken lief und die Leute den Nationaltanz tanzten und feierten.

Wir liefen noch ein bisschen herum, tranken Pisco Sour in einem Hotel, welches im Reiseführer empfohlen wurde und machten uns dann gemeinsam auf den Weg zum Flughafen. Dort sollten sich unsere Wege wieder trennen, denn mein Freund reiste noch 1,5 Wochen im Norden Perus weiter.  

So endete eine vollgepackte, aber sehr schöne Woche in Peru! 

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Mi

31

Jul

2013

Der Titicaca-See

Unsere Fahrt an den höchsten beschiffbaren See der Welt an der Grenze zu Bolivien führte uns an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei. Wir hatten einen Bus mit Guide gebucht, der viele Stops einlegte. Unter anderem gab es einen Halt bei einer alten Inkastadt und auf dem höchsten Punkt (4300m). Mich schockte es ein bisschen, als uns der Guide erzählte, dass bis 1992, als der Tourismus in Peru langsam anfing, die Häuser in der Umgebung mit den Steinen der alten Inkamauern gebaut wurden. Dass einfach kein Verständnis und Blick für das große Erbe da war, ließ mich schon ein bisschen fassungslos schauen. Zum Glück ist das jetzt anders!

Wir aßen fleißig Coca-Produkte, was gegen die Höhenkrankheit helfen soll. Und tatsächlich machte uns die Höhe nichts aus! Gegen Nachmittag kamen wir dann auch im Ort Puno an, welcher direkt am Ufer auf 3800 m liegt. Wir erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang mit, der alles in ein besonderes Licht legte. Den nächsten Tag ließen wir langsam angehen und gingen auch auf keinen der angepriesenen Ausflüge zu schwimmenden Inseln. Gegen Nachmittag liefen wir ein bisschen durch die Stadt. Ich muss sagen, dass sie mir überhaupt nicht gefällt. Alle Häuser sind in einem hässlichen Braunton gehalten, viele von ihnen nicht fertiggestellt. Das Stadtbild ist nicht das sauberste und oft gab es unangenehme Gerüche und viel zu viele Abgase. Auch hatte ich an diesem Tag irgendwie ein paar Probleme mit der Höhe. Ich war nicht nur kurzatmig, sondern hatte auch Kopfweh und mir war ein bisschen übel. Wir kauften auch gleich die Bustickets für den nächsten Tag, wo unsere Reise auch schon weitergehen sollte. 

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Mi

31

Jul

2013

Machu Picchu

Meine lang ersehnte Reise nach Peru begann leider schon mal gar nicht gut. Zusammen wollte ich an einem Hauptreisetag mit einer anderen Freiwilligen nach Santiago fahren. Sie hatte auch die Tickets schon im Voraus gekauft. 10 Minuten vor Abfahrt rief sie mich jedoch an, um mir mitzuteilen, dass sie Tickets mit einer falschen Uhrzeit gekauft hatte… Die Busse waren voll und wir hatten schon ziemlich große Angst, nicht aus Linares wegzukommen. In Etappen schafften wir es jedoch trotzdem noch irgendwie nach Santiago.

Von dort aus flog ich direkt nach Lima, wo ich meinen Freund bei der Gepäckausgabe traf. Das Pech ging weiter, denn sein Gepäck kam nicht an. Das war wohl auf seinem Zwischenstopp in Toronto/Kanada geblieben… Nur mit meinem Gepäck machten wir uns dann auf unsere gemeinsame Weiterreise, die uns nach Cusco führte. Auf 3400 Meter landeten wir in Mitten der Berge. Das Stadtbild Cuscos aus der Luft war ziemlich eintönig und trist braun. Es schlängelten sich braune, gleichaussehende Häuser die Hügel hinauf und dehnten die Stadt in große Weiten.

Unser Hostel war auf einem kleinen Hügel gelegen, den man auf Treppen besteigen kann. Ich merkte sofort, dass wir nicht mehr auf Meereshöhe waren. Die Luft war eindeutig dünner und ich kam gut ins Schnaufen. Als wir unsere Sachen auspackten, bemerkten wir auch, dass sich sämtliche Tuben und Verpackungen extrem aufgebläht hatten. Besonders bei einer Chipstüte mussten wir darüber sehr lachen!

Am selben Tag noch machten wir uns auf die Suche nach einem Ausflug in das sieben Busstunden entfernte Machu Picchu. Wir fanden auch gleich eine recht günstige Variante, die wir auch sofort buchten. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt, gingen jedoch schon zeitig ins Bett, da der Ausflug früh losgehen sollte.

Der erste richtige Tag in Peru begann mit einem leckeren Frühstück. Viel zu pünktlich wurden wir abgeholt und in einen vollen, engen Kleinbus verfrachtet, in dem wir die nächsten sieben Stunden verbringen sollten. Es war eine internationale Gruppe mit Peruanern, Chilenen, Franzosen und uns Deutschen. Wir fuhren also los. Die Landschaft veränderte sich mit jedem Kilometer, den wir fuhren. Zuerst sahen wir trockene, gelbe Wiesen und Acker, die sich langsam in Einöde verwandelten, je weiter hinauf wir fuhren. Wir fuhren über einen Pass, wo es auf einmal ziemlich bewölkt war und sogar ein bisschen Schnee lag. Auf der anderen Seite des Passes hatte man das Gefühl, in einem anderen Land zu sein. Das Klima änderte sich auch. War es in Cusco noch recht frisch gewesen, so wurde es nun wirklich warm, sodass man gut im T-shirt reisen konnte. Die Vegetation war nun auch viel grüner und es ähnelte immer mehr dem Regenwald. Es gab Palmen und exotische Pflanzen und auch auf über 2000m war es noch richtig warm. Leider wurde mir wegen der vielen Kurven ein bisschen schlecht. Mindestens eine Stunde lang fuhren wir auf einer Schotterstraße, die durch Bäche und zahlreiche Schlaglöcher führte. Die Straße war sehr abenteuerlich: eng und an manchen Stellen ging es fast senkrecht in den Abgrund. Plötzlich kamen wir jedoch an einer Kontrollstation an, bei der man sich mit Passnummer und Namen registrieren musste. 5 Minuten hörte die Straße auf und es führten nur noch Gleise nach „Aguas Calientes“, welches am Fuße des Machu-Picchu Berges liegt. Wir entschieden uns jedoch für die zweite Option. Diese war eine 3stündige Wanderung in das touristische Dorf. Mit unserem Gepäck und den Chilenen machten wir uns auf den Weg. Es führte uns an den Gleisen entlang durch den Regenwald. Man hatte uns gesagt, dass wir uns beeilen sollten, da die Sonne in ca. 2 weiteren Stunden untergehen würde und der Weg nicht beleuchtet ist. Demnach beeilten wir uns sehr. Die dreistündige Wanderung schafften wir somit in 2 Stunden 17 Minuten.  Wir machten auch nicht vor dem plötzlich eintretenden tropischen Regen halt, der uns komplett durchnässte. Nachher konnten wir dann auch einen schönen Regenbogen sehen. Die letzten Meter liefen wir tatsächlich schon im Dunkeln und kamen geschafft auf der Plaza an, wo uns unser Guide in unser Hostel begleitete. Dieses Hostel hätte ich mir selbst niemals ausgesucht. Es standen ein Bett und ein Tisch drinnen. Rezeption gab es keine und das Klo war auch verstopft. Naja, eine Nacht konnte man darin verbringen, die sowieso nicht so lang war, da es am nächsten Tag um 4 Uhr wieder hieß: aufstehen und richten. Um halb 5 gingen wir los, da um 5 Uhr die Türen zum Aufstieg nach Machu Picchu geöffnet wurden. Man legte uns ans Herz, uns so früh auf den Weg zu machen, damit wir den Sonnenaufgang oben erleben konnten. Gesagt, getan. Und so stiegen wir fast 1,5 Stunden steile Treppen. Die Alternative wäre ein Bus gewesen, der ein bisschen später dahin fährt. Ich war schon nach den ersten 5 Stufen kaputt… Zum Glück trug mein Freund sämtliche Rucksäcke, Taschen und Wasserflaschen, sodass ich mich ganz auf die Treppen konzentrieren konnte. Nach viiiiieeelen Pausen schafften wir es aber auch nach ganz oben. Es war schon beim Aufstieg schön zu sehen, wie es langsam heller wurde. Oben angelangt, fanden wir eine sehr lange Schlange vor dem Eingang vor. Es waren jetzt schon richtig viele Menschen unterwegs.

Und dann ging es los. Endlich sahen wir eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Mich erstaunte es wirklich, wie die Inka damals dort oben ihre Stadt aufbauen konnten.

Da unser Guide nur Spanisch sprach und mein Freund der Sprache nicht ganz mächtig ist, distanzierten wir uns nach 10 Minuten von unserer Gruppe und gingen auf eigene Faust los. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Nach ein paar weiteren Minuten schien die Sonne schon über die Bergspitzen und setzte alles in ein schönes Licht. Wir machten viele schöne (typische) Fotos und genossen die Sonne an diesem schönen Ort. Nachdem wir ein bisschen rumgelaufen waren und uns mit Lamas fotografiert hatten, machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg, wo wir im Ort unten noch ein bisschen herumliefen.

Mit dem Zug ging es diesmal zurück zu unserem Minibus, wo wir noch einmal viele Stunden verbrachten… Viel Zeit blieb uns zurück in Cusco aber nicht, da wir schon am nächsten Tag in der Frühe zu unserem nächsten Reiseziel fuhren. 

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Mi

31

Jul

2013

Juli

Jetzt ist es wirklich schon einen ganzen Monat her, seit dem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Es tut mir leid, dass ich in dieser Zeit nichts mehr von mir habe hören lassen. Dennoch ist wirklich viel passiert. Ich habe große Entscheidungen fällen müssen.

Was ist passiert? Mir ging es eine Zeit lang nicht so wirklich gut. Ich fühlte mich schlapp, extrem müde und mir fehlte jegliche Motivation, um mich gut fühlen zu können. Bestimmt hatte ich auch ein wenig Heimweh und wollte aus der kalten Nebelsuppe raus, die wochenlang über Linares hing. Ich fühlte eine innere Spannung in mir, die auch in meinem Zuhause nicht nachließ.

Schlussendlich entschied ich mich dazu, die restliche Zeit hier in Chile bei einer anderen Familie zu wohnen. Meine Sachen waren schnell gepackt und ich zog wortwörtlich in den Sommer (die neue Straße heißt „verano“=Sommer). Ich lebe nun bei der Familie einer Arbeitskollegin mit Mama, Papa, Tochter und Enkelin. Sie sind wirklich sehr herzlich und lieb zu mir! Ich fühle mich wieder viel besser und scheine aus meinem Tief wieder herausgekommen zu sein.

Nun aber zu dem, was im Monat Juli sonst noch los war:

  • Das erste Juliwochenende gingen drei weitere Freiwillige und ich auf ein Konzert nach Santiago in die Hauptstadt. „Daddy Yankee“ sollte in der MovistarArena auftreten. „Daddy Yankee“ ist in Chile und ganz Südamerika ziemlich bekannt. Meine Schüler in Casa Estudio hören viele Lieder von ihm, sodass ich ihn mit der Zeit auch ganz gut fand. Das wohl bekannteste Lied zurzeit ist „Limbo“. Wer möchte, kann sich das Lied mal in Youtube anhören. Es gefällt mir ziemlich gut, macht gute Laune und Lust, zu tanzen. Das Konzert gefiel mir auch recht gut. Bis auf die zahlreichen schreienden 13-jährigen Mädchen und die zwei für mich unbekannten Vorbands, fand ich es einen schönen Abend zusammen mit den anderen Freiwilligen. Das restliche Wochenende nutzten wir noch zum Shoppen und zum Feiern aus.
  • Ende Juli endet in Chile das erste Semester. Das bedeutet, alle fiebern auf die lang ersehnten Winterferien hin. Man merkt den Schülern und den Lehrern an, dass die Ferien dringend nötig sind. Seit März war durchgehend Unterricht.

In Casa Estudio hatten wir jedoch keine zwei Wochen Ferien, bzw. in der ersten Woche wurde es jedem freigestellt, ob er/sie kommt oder nicht. Die erste Woche wurde „trabajo de invierno“ (Winterarbeit) genannt. Aus Santiago kamen ein paar Schüler, um ein bisschen in Casa Estudio zu arbeiten. Unsere Schüler konnten dabei freiwillig helfen.

Die Wände wurden neu gestrichen, ein Schuppen ausgeräumt und wieder begehbar und bewohnbar gemacht, der Garten wurde für ein Gewächshaus gerichtet und das gesamte Haus geputzt. Wir aus dem Team waren natürlich die ganze Woche dabei und konnten uns auch ein wenig um Schreibkram kümmern. Mich machte es stolz, zu sehen, wie doch ein paar unserer Schüler kräftig mithalfen. Die zwei Realitäten der reichen Schüler aus Santiago und der armen Schüler aus Casa Estudio war deutlich zu spüren, dennoch fand ich es erstaunlich, wie gut sich die Linaresen integrierten.

  • In der zweiten Ferienwoche war dann auch für mich Urlaub angesagt. Der letzte, den ich in meiner Chilezeit machen werde. Es ging für eine Woche nach Peru, wo ich meinen Freund aus Deutschland traf, um mit ihm Machu Picchu zu bereisen.

Ich habe eine etwas schwierige Zeit hinter mir, die ich aber jetzt glaube ich überwunden habe. Die Gewissheit, dass mir nur noch knapp ein Monat in Chile bleibt, ist überdeutlich. Es ist eine absehbare Zeit, die ich aber noch gerne mit vielen verschiedenen Sachen füllen möchte. 

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So

30

Jun

2013

Gesundheitscheck

Juni ist jetzt auch schon vorbei… Noch zwei Monate bis zu meinem Rückflug!

Gesundheitscheck: In Casa Estudio wurde ein kostenloser Gesundheitscheck durchgeführt. Dazu kamen zwei Krankenschwestern, die kostenlos Schüler untersuchten, die eine Einverständniserklärung ihrer Eltern mitgebracht hatten. Ich durfte bei einer Schülerin dabei sein. Ihr wurden sehr, sehr, sehr viele Fragen gestellt. Später wurden die Zähne kontrolliert, gemessen, gewogen und ein Sehtest durchgeführt. Ich machte mich zwar halb unsichtbar, um nicht zu stören, dennoch bekam ich ganz genau mit, was meine Schülerin erzählte. Es ging auch um ihre Familienverhältnisse, was mich dann doch etwas schockte… Ich kann hier jetzt nichts Genaueres erzählen, aber mir zeigte es einmal mehr, dass wir es in Casa Estudio mit der ärmsten Bevölkerungsschicht zu tun haben.

Auf jeden Fall stellte ich mich dann auch mal auf die Waage, denn bei mir zu Hause gibt es keine. Die Tatsache, dass ich zugenommen hatte, konnte ich nun nicht mehr leugnen… Mir war es an meinen Hosen schon aufgefallen, die etwas enger geworden waren. Nun bin ich mir aber sicher. (Das muss in Deutschland alles wieder runter!). Nicht erschrecken, es sind keine 10 kg mehr und ich bin auch noch keine komplette Kugel :-)

Diese Woche hat sich auch ein bisschen etwas in Casa Estudio verändert. Das Frühstück, für das ich zuständig bin, gibt es jetzt schon früher. Genauer gesagt vor dem Unterricht ab 8:30 Uhr. Das bedeutet für mich, dass ich früher aufstehen muss, dann heiße Schokolade zubereite und das Brot toaste. Außerdem bin ich jetzt dafür zuständig, die Anwesenheitsliste zu führen. Auch gab es diese Woche „hohen“ Besuch. Drei von glaube ich sieben oder acht Gemeinderatsmitgliedern waren eingeladen. Ich glaube, dass mein Chef einfach Casa Estudio bekannt machen wollte, um Unterstützung aus der Gemeinde zu bekommen, aber für die Schüler war es auch ein schöner Besuch.

Was war sonst noch los?

Heute wurden die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen gewählt. Es war ein sonniger Tag, also denke ich, dass schon einige Leute wählen gingen. In Chile ist die Wahlbeteiligung sehr niedrig. Hätte es geregnet, wären denke ich noch weniger Menschen aus dem Haus gegangen. Es wird immer in den Schulen gewählt. Und so gab es viele Staus im Zentrum, da die eine oder andere Straße gesperrt war.

Außerdem habe ich mich als in Österreich Geborene das erste Mal an einem Apfelstrudel versucht. Dabei setzte ich fast den Gasofen in Brand und musste ziemlich improvisieren, da ich kein Backblech zur Verfügung hatte. Das Ergebnis war dennoch sehr genießbar! Ich war auch richtig stolz auf mich, den Strudelteig selbst ausgezogen zu haben :-) Mein neues Hobby ist geboren! Ein leckeres Hobby :-) 

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Di

25

Jun

2013

Schnipp Schnapp - Haare ab

Es war nötig. Bitter nötig. Meine Haare waren ins Nirvana gewachsen. Es wurde also Zeit, sich in Linares bei einem der vielzähligen Friseursalons die Haare schneiden zu lassen. Es muss dazu gesagt werden, dass ein Friseurbesuch in Linares sehr billig sein kann. Ein Mann bekommt einen Haarschnitt für 1000 Pesos, was einem Wert von 1,60€ entspricht. Für eine Frau ist es nur wenig teurer. Dementsprechend niedrig war auch mein Vertrauen in die von kleinen, rundlichen Frauen geführte Schere. Dennoch entschied ich mich – nach Aufforderung von meiner Gastmutter – dazu, einem Friseur im Zentrum einen Besuch abzustatten. Ich hatte eine Arbeitskollegin gefragt, wo sie sich normalerweise die Haare schneiden ließe und vertraute ihr. Beim Eintreten in den kleinen Salon, in dem zwei Stühle und ein Spiegel Platz fanden, sank mein Vertrauen aber wieder. Dieses erreichte seinen Nullpunkt, als ich schließlich auf dem Stuhl saß und anfangs erfolglos zu erklären versuchte, dass ich wirklich nur die Spitzen geschnitten haben wollte. Spanisches Friseur-Vokabular hatte ich vorher nicht gelernt. Also verstanden wir uns gegenseitig nicht, was mich an den Rand der Verzweiflung brachte. Die Friseurin versuchte mir, einen neuen Haarschnitt aufzuschwatzen, was ich jedoch energisch und etwas zu schnell verneinte. Man merkte mir wohl ein bisschen meine Angst an. Sie versicherte mir, dass mir die Haare mit ihrem Schnitt schneller wachsen würden!

Dass ich mich am Eingang zur Hölle befinden musste, bestätigte sich mir, als mich die liebe Frau – die auch sehr überzeugt von sich und ihren Künsten war – dazu aufforderte, hinzustehen. Nachdem mir kaltes Wasser auf meine Haare gesprüht worden war, stand ich also (1,5 Köpfe großer als die nette Dame) zwischen den beiden Stühlen und ließ mir die Haare schneiden. Ich hatte Angst. Große Angst.

Wieder sitzend, versuchte die Frau immer noch, mich von einem Pony zu überzeugen. Damit sie endlich Ruhe geben würde, erlaubte ich ihr - meinem Schicksal hilflos ergeben – mir einen Pony zu schneiden. Über die Art, mir die Haare zu schneiden, möchte ich gar nicht erst berichten.

Schlussendlich bezahlte ich für den Schnitt ca. 5€. Mittlerweile bin ich auch ganz zufrieden, mit dem, was die Dame mit mir angestellt hatte, einen weiteren Besuch werde ich aber vermeiden und in Deutschland dann wieder zum Friseur meines Vertrauens gehen! 

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Di

25

Jun

2013

Noche de San Juan

Die deutsche Übersetzung dafür wäre wohl „Die Nacht des Sankt Hans“. Hört sich auf Spanisch aber viel besser an. „La noche de San Juan“ wird jedes Jahr in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni gefeiert. Gleichzeitig ist es das Neujahr der Mappuche, die Indigenen Chiles. Es wird (wie bei uns an Weihnachten, 6 Monate später) die längste Nacht des Jahres gefeiert bzw. die ab nun wieder länger werdenden Tage.

Die Feier fiel auf einen Sonntag und fand in Rari statt. Das Tal, in dem unser Mentor wohnt und ich schon ein paar Mal ausreiten war. Wir durften dort übernachten, da es nach 21 Uhr nicht mehr möglich ist, nach Linares zu kommen. Die Feier fand in der Schule im Schulhof statt. Es war ein großes Zelt aufgestellt worden, es gab eine Bühne, viele Tische und Stühle und genug zu essen und zu trinken. Sogar Glühwein war im Angebot.

Es sollte ein bekannter Volkssänger aus Santiago kommen. Dieser trat leider erst um halb 1 auf… Die Zeit bis dahin versuchten wir, irgendwie zu überbrücken (zwei weitere Deutsche und ich). Die anderen Alleinunterhalter waren nicht soooo der Hammer. Man sagte uns aber, dass wir unbedingt auf den berühmten Sänger warten müssten! Dies taten wir dann, gingen dann aber nach dem ersten Lied nach Hause. Um Mitternacht gab es ein paar Traditionen, die gemacht wurden. Eine davon war beispielsweise, seine Wünsche auf einen Zettel zu schreiben. Diese wurden gesammelt und stichartig vorgelesen. Wir hatten unsere Sprüche auf Deutsch geschrieben und hätten es richtig lustig gefunden, hätte es einen unserer Wünsche erwischt. Die Vorstellung, einen Chilenen einen deutschen Wunsch vorlesen zu hören, war einfach zu komisch. Leider traf es keinen unserer Zettel. Diese wurden dann allesamt verbrannt, um „an einen guten Ort“ zu gelangen.

Mitsamt dem Wunschzettel wurde uns ein Papier mit einem Tintenklecks gegeben. Dieses mussten wir zusammenfalten und aufheben. Nach Mitternacht konnte man es dann aufmachen und selbst interpretieren, was das Muster bedeutet. Mein Muster gibt es hier. 

Vielleicht gibt es ja die eine oder andere Interpretation meiner Leser. Darüber würde ich mich sehr freuen!

Gut, außerdem wurden noch Kartoffeln „gezogen“. Mit geschlossenen Augen sollte man aus einem Sack eine Kartoffel auswählen. Wenn sie mit Haaren war, bedeutete das etwas, wenn sie ohne war, hatte es eine andere Bedeutung. Das hatte ich aber nicht so ganz verstanden. Machte ich auch nicht.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann in aller Frühe mit einem der drei Busse, die den Tag über nach Rari fahren, wieder nach Linares, um dann direkt zur Arbeit zu gehen. 

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Mi

19

Jun

2013

Die Arbeit

In den letzten Wochen hatte ich sehr viel zu tun in Casa Estudio. Es gibt auch einige Neuigkeiten. An dieser Stelle möchte ich ein bisschen über meine verschiedenen Aktivitäten berichten:


Hausbesuche:

Seit zwei Wochen begleite ich immer wieder eine Arbeitskollegin auf Hausbesuche. Das bedeutet, dass wir unangekündigt die Familien besuchen, ein bisschen fragen, wie es ihnen geht, den Schülern und schlussendlich schauen wir auch, wo die Familie Hilfe benötigt. Hilfe können wir dann bei der Gemeinde beantragen. Das kann beispielsweise sein: die Ausbesserung des Daches, wo es bei Regen an allen Ecken tropft, der Bau eines kleinen Anbaus, damit der Schüler aus seiner desaströsen Schlaflage herauskommt, psychologische Hilfe, finanzielle Unterstützung usw.

Für mich ist es interessant zu sehen, wie meine Schüler wohnen. Manchmal ist es aber auch sehr erschütternd, weil die Häuser in einem schlechten Zustand sind, es kalt ist und die Geschichten der Schüler traurig und krass sind…

Bueno, abgesehen von den Hausbesuchen bekommen wir seit ein paar Wochen ein professionelles Coaching. Ein Ehepaar macht mit uns Fortbildungen in Sachen Teamarbeit, Verbesserung der häuslichen Konditionen (Licht, Dekoration der Klassenräume etc.), Arbeitsklima,… Das alles freiwillig und umsonst. Diese Fortbildungen sind wirklich gut und können mir sicherlich auch für meine Zukunft nützlich sein. In diesem Sinne hatten wir auch einen ganzen Tag nur für das Team reserviert, um uns über ein paar Dinge klarer zu werden und ein bisschen mehr Struktur in das Projekt zu bringen.

Außerdem haben wir letzte Woche mit einer „freiwilligen AG“ angefangen. Wir gehen jede Woche einmal nachmittags ins Altenheim und helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird. Letzte Woche waren wir auf dem Land Holzhacken, welches dann verfeuert werden kann.

Ich bin immer noch zuständig für das Frühstück in Casa Estudio. Ich hole das Brot, belege es, gebe es den Schülern, helfe bei der Ausgabe des Mittagessens und bin für das Vesper verantwortlich.


Heute brannte uns fast das ganze Haus ab… Grund: ein paar Schüler wollten Feuer im offenen Kamin machen und verfeuerten fünf große Kartons. Auf einmal war ein tosendes Rauschen zu hören. Das kann ziemlich gefährlich werden, weil sich der Kamin entzünden kann und ein Hausbrand dann kaum mehr verhindert werden kann. Das war der Schock des Tages. Zum Glück passierte nichts Schlimmeres.


Es ist übrigens eeeeeeiiiiisig kalt hier! Bei -1°C habe schon meine Skijacke in Betrieb genommen! 

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Mo

17

Jun

2013

Geliebtes Pejerrey

Ich dachte wirklich nicht, dass ich noch einmal zurückkommen würde. Zurück nach Pejerrey, wo ich im Sommer drei Wochen auf einem Sommercamp in der Küche ausgeholfen hatte. Das Tal, welches ca. eine Fahrstunde von Linares entfernt in den Voranden liegt, hatte mich damals vor fünf Monaten (schon sooo lange her…) mit seiner Schönheit ziemlich beeindruckt.

Nun sollte ich also noch einmal die Gelegenheit bekommen, Señora Mena, die Köchin und das Haus der Marianistas zu besuchen. Anlass war ein Ausflug mit den Schülern von Casa Estudio.

Mit 14 Schülern (diejenigen, die pünktlich um 8:30 Uhr anwesend waren), fuhren wir bei dichtem Nebel und Sauwetter los in Richtung Anden. Die Busfahrt war entspannt, ich konnte schön aus dem Fenster schauen und die Unterschiede zwischen Sommer und Winter deutlich feststellen. Es gefällt mir besser im Sommer, eindeutig. Ohne Blätter an den Bäumen und bewölktem Himmel wirkten die Häuser und Grundstücke ziemlich trostlos.

Doch plötzlich tat sich vor uns der Himmel auf und wir fuhren durch die Wolkenmauer in schönes Wetter. Man hatte eine super Sicht auf einen verschneiten Vulkan, der durch das Tal hinweg zu sehen war und von der Sonne beschienen wurde. Was für ein schöner Anblick und auch schönes Gefühl, von schlechtem in gutes Wetter zu fahren.

Oben angekommen, sprich im Haus der Marianistas, wurde ich herzlich von Señora Mena begrüßt. Sie war wie immer am Werkeln in der Küche. Sie erinnerte sich noch genau daran, wie viele Tage ich da war und meinte zu den anderen, dass ich mich hier super in der Küche auskennen würde. Da wurden Erinnerungen an den Sommer wach.

Das Programm mit den Schülern begann mit dem Frühstück, das aus Brot mit Ei und heißer Kaba bestand. Im Anschluss daran gab es eine kleine Einführung. Es wurde erklärt, wo wir hier befänden, was das Tagesprogramm sei, wie mit dem Haus und der Natur umgegangen werden solle usw. Wir waren froh, dass die Sonne schien, denn so konnten wir unser ganzes Programm an der frischen Luft machen.

Nach einer Konversationsrunde in Kleingruppen gingen wir einen Spaziergang machen. Talaufwärts. Wir kamen an der Station der Carabineros vorbei und liefen weiter bis zu einer kleinen Schule, die insgesamt drei Schüler aus dem gesamten Tal hat. Der einzige Lehrer erzählte uns ein bisschen etwas über die Schule und den Alltag mit so wenigen Schülern. Unsere Schüler hörten aufmerksam zu und fragten interessiert ein paar Sachen.

Wieder zurück, gab es Mittagessen. Hühnchen mit Reis und Salaten. Mmhhh, lecker. Das war schon immer die Spezialität der Señora Mena!!! Danach war erst mal Zeit, sich ein bisschen auszuruhen. Einige gingen runter an den Fluss, wo ich mich nach einiger Zeit auch hinbegab. Ich konnte mich noch gut erinnern, als man im Sommer keinen einzigen Schritt draußen machen konnte, ohne dass diese riesigen ekligen Käfer einem um den Kopf schwirrten. Die Ruhe war ungewohnt ;-) Am Fluss unten durfte ich einige viele Bilder von ein paar Schülern machen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass meine Jungs und Mädels Meister sind, im flirten, knutschen, zusammenkommen und sich wieder trennen. Dieser Ausflug hatte zwei neue Paare als Ergebnis. Oder ich weiß nicht, ob das ernst oder nur Spaß war. Das werden wir wohl die nächsten Tage sehen…

Ich war richtig glücklich, dass wir einen so schönen, warmen Tag erwischt hatten. Ich hatte mich natürlich viel zu warm angezogen und zerging förmlich mit meinen warmen Kleidern. In Deutschland gibt es ein bestimmtes Wort, wenn sich Petrus nicht entscheiden kann, ob er es warm oder kalt haben möchte: Aprilwetter.

Dieses ist bekanntlich ja auch recht gefährlich und man erkältet sich schnell. So wie ich. Ein bisschen Halsweh, ein bisschen Husten, aber die Sonne war es wert!

Als Abschluss wurde am Nachmittag dann noch Fußball gespielt und ein bisschen in der Sonne entspannt. Ich fand es super, wie mich die Schüler in ihre Gespräche mit einbanden und mit mir lachten. Auf der Rückfahrt spielte ich mit einem Schüler Wahrheit oder Plicht, was wir zu Wahrheit oder Lüge umänderten. Immer im Wechsel werden Fragen an den anderen gestellt, der diese dann beantworten muss, entweder als Lüge oder Wahrheit, was man vorher ausgewählt hat. Mein Schüler amüsierte sich super *hihi*

Zurück in Linares war das Wetter immer noch schlecht. Aber mit dem Rest Sonne in den Gedanken war auch das nicht so schlimm. Es war ein wirklich schöner Ausflug, den wir alle, Schüler wie Lehrer und Professionelle, genossen! 

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Mo

03

Jun

2013

Regen, kochen & Krabben

Wow, der Mai ist schon vorbei… Jetzt haben wir schon Juni und mir bleiben noch ziemlich genau drei Monate hier in Chile. Innerlich kriege ich ab und zu ein bisschen Panik, wenn ich daran denke, mein ganzes chilenisches Leben aufzugeben und wieder zurück nach Deutschland gehen zu müssen.

Was ist in der letzten Zeit passiert? Hier eine kleine Zusammenfassung:


- Es regnet in letzter Zeit ziemlich viel. Der erste richtige Regentag ging mit ziemlich heftigem Wind einher. Am nächsten Tag fuhr ich an der „Plaza de Armas“ vorbei, die sich als ein einziges Blättermeer präsentierte. Der Wind hatte fast alle Blätter von den Bäumen gefegt. Dies hatte zur Folge, dass so ca. 30 Männer in neongelben Anzügen damit beschäftigt waren, mit Besen, Palmwedeln und Laubbläsern, die nassen Massen an Blätter zu beseitigen.


- Durch den häufigen Regen sind die Anden, die man von Linares aus super in die Höhe ragen sieht, oft durch eine Wolkenschicht bedeckt. Als dann auf einen tristen Regentag ein schöner sonniger Tag folgte und ich zufällig in Richtung Anden blickte, blieb mir der Mund offen stehen: die Anden erstrahlten in einem reinen, wunderschönen weiß! WOW! Ich konnte meinen Blick nicht mehr abwenden. Für mich ist diese Bergkette, die ganz plötzlich in die Höhe ragt, so gigantisch, beeindruckend und faszinierend. Vom Schwarzwald kennt man ja auch schneebedeckte Berge, aber das Panorama hier ist doch ein ganz anderes. Das werde ich ziemlich vermissen…


- Bei regnerischem Wetter haben die Chilenen eine Tradition. Jeder macht es. Sopaipillas zubereiten und essen. Das ist im Prinzip eine Brotmasse mit Kürbis, die frittiert wird. Und so hatte ich die Ehre, von einer Arbeitskollegin zum Sopaipillaessen eingeladen zu werden. Wir zogen uns Schürzen und Kochmützen an und legten mit einem Youtube-Video als Anleitung los. Für meine Arbeitskollegin war es auch das erste Mal. Wir hatten viel Spaß und waren stolz auf uns, da das Resultat recht lecker wurde!


- Ein etwas ungewöhnliches Bild bot sich mir (auch durch den Regen bedingt) dieses Wochenende auf der Autobahn. Denn dort standen traditionell auf Höhe eines bestimmten Dorfes verschiedene Verkäufer auf dem Standstreifen und wedelten mit Tüten in der Hand herum. Ich fragte mich, was das denn solle… In Deutschland ist es unmöglich, dass man sich auf der Autobahn stationiert, um seine Ware an den Mann zu bringen. In Chile eben nicht. Da findet man alles Mögliche am Straßenrand. Unter anderem diese Verkäufer, die Krabben verkauften. Das mit den Tüten deute ich als Zeichen für die Autofahrer, damit sie schon von weitem sichtbar sind. Und was hat das alles mit dem Regen zu tun? Das sind keine Meerestiere, sondern Süßwasserkrabben. Und diese kommen bei Regen in dieser Jahreszeit wohl eher an die Oberfläche. Gut, wir hielten an, steigen mitten auf der Autobahn bei vorbeirauschenden Autos aus und zählen 100 lebende Krabben, die dann später in einer Tüte herumrascheln, bis sie Stunden später in den Topf geworfen werden… Nichts für mich…


- Eine weitere ungewöhnliche Situation bot sich mir am Freitag nach der Arbeit. Ich war auf dem Weg ins Zentrum, als ich auf einmal einen riesigen Lastwagen mitten auf der Straße sehe. Der wollte anscheinend gerade abbiegen (in den Straßen von Linares, die eindeutig nicht für dicke Lastis gemacht sind). Das glückte ihm leider nicht und so stand der Lastwagen mit zwei Anhängern hilflos auf der Straße und verursachte Staus. Was war passiert? Um um die Kurve zu kommen, musste er ziemlich weit ausholen und kam auf den Gehweg. Gerade an dieser Stelle war aber ein Wasserabfluss, der unter dem Gewicht des Lastwagens einkrachte. Da kam er alleine nicht mehr heraus. Erst mit der Hilfe eines anderen Lasters, der ihn dann herauszog, schaffte er es, sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Das Bild war so komisch, mitten in einem Stadtgebiet einen steckengebliebenen Lastwagen zu sehen, dass es fast unrealistisch war.


- Ich kann mich jetzt offiziell als Aufklärungstante bezeichnen. Denn genau das versuchte ich, einer Schülerin von mir beizubringen; alles über den weiblichen Zyklus, Verhütung usw. Das Mädchen ist immerhin schon 16 Jahre alt und hat keine Ahnung von alldem… Ich kaufte ihr sogar Kondome, in der Hoffnung, dass sie mit ihrem neuen Freund nicht schwanger wird…

Dies war die kleine Zusammenfassung der letzten Tage!

 

 

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So

26

Mai

2013

Neue Website

Ich habe es geschafft! Meine Arbeit an der neuen Website für Casa Estudio ist erledigt. Hier ist sie, frisch, neu, auf Spanisch und auf Deutsch.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen, Stöbern, Lesen,…

 

casaestudiochaminade.wordpress.com

 

Ich wäre dankbar, wenn sie auch in Deutschland, Österreich und weiteren Ländern verbreitet werden würde.

 

Gibt es sonst etwas Neues in Casa Estudio?

 

Ja, ich habe angefangen, mit ein paar Schülern Musik zu machen. Ich hatte erst eine Stunde und auch nur zwei Schüler, aber ich denke, das wird noch mehr werden.

 

Sonst war ich auf meiner ersten richtigen offiziellen Versammlung, wo an einem großen runden Tisch gesessen und diskutiert wird. Wir waren dort, um unsere Einrichtung bei einem unserer Förderer vorzustellen. Sorry, aber ich fand es stink langweilig und bin ziemlich schnell aus der Konversation ausgestiegen und bin abgeschweift. Ja, das mit dem Spanisch ist immer noch hohe Konzentrationssache…

 

Der Ofen wurde angeschmissen! Juhuuuu! Leider ist dieser ziemlich weit weg vom Büro, indem ich recht viel Zeit verbringe. Das Haus ist einfach eisig kalt!!!

 

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Sa

25

Mai

2013

21 de Mayo

Der 21. Mai ist in Chile ein Feiertag. Einer von so vielen chilenischen Feiertagen. Was wird an diesem Tag gefeiert: „El combate naval de Iquique“, die Seeschlacht von Iquique, auch Salpeterkrieg genannt, den Chile und Peru am 21. Mai 1879 ausfochten. Der chilenische Kapitän Arturo Prat wurde dabei ermordet und ist heute ein Nationalheld. Überall in Chile wurden Straßen nach ihm benannt und man kann viele Statuen sehen, die ihn abbilden.

In Linares fand eine (richtig kurze) Parade statt. Alle Schulen defilierten, es gab Orchester und Fahnenschwinger. Der Weg war aber wirklich nur kurz. Eine Seite der Plaza (ca. 200 Meter). Danach war es schon wieder vorbei. Dennoch tummelten sich sehr viele Leute im Zentrum, denn auch das Wetter war schön und nicht so kalt. Meiner kleinen Gastschwester wurde ein großer Luftballon in Form von der Minnie Mouse gekauft, den sie stolz auf den Schultern vom Papa sitzend mit sich herumtrug.

 

Was war sonst los?


  • Am Donnerstag war der „Tag des Completo“, ein chilenischer Hot Dog, der mit Avocadocreme, Tomate und Mayonnaise gegessen wird. Zu Ehren dieses Tages hat eine Fastfoodkette „3 por Luca“ (3 für 1000 Pesos – 1,60€) angeboten. Leider wollte keiner mit mir Completo essen gehen. 3 wären dann doch etwas viel für mich alleine gewesen.
  • Ich war das erste Mal im chilenischen Kino. Wir schauten uns den Film „Seelen“ an. Dieser lief auf Englisch und wurde mit spanischem Untertitel gezeigt. Der Film war gut, das Popcorn auch und wir sparten uns durch einen Gutschein sogar den Eintritt!
  • Ich habe die Arbeit an der neuen Website für Casa Estudio beendet. Nun ist sie für alle zu besichtigen: casaestudiochaminade.wordpress.com
  • Mich hat’s erwischt… Ich bin erkältet. Das ist hier so ziemlich jeder im Moment. Kein Wunder bei dem Wetter. Ich hoffe, dass es die einzige Erkältung diesen Winter bleibt!
  • Ein gemütlicher Sushi-Abend gelang meiner Arbeitskollegin und mir ziemlich gut. Ganz nach chilenischer Art wurde Avocado und Frischkäse eingerollt. Mhhhhmm! Das war lecker und ein netter Abend!

 

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Do

16

Mai

2013

Taufe

Letzten Samstag war ich das erste Mal auf einer Taufe in Chile. Die beste Freundin meiner Gastmutter hatte im April ihr erstes Kind bekommen und das wurde jetzt getauft.

Die Messe fand in der Kapelle des Instituto Linares statt. Der Name der Kleinen ist Magdalena del Pilar. Die Eltern sind recht religiös, weshalb die Namen auch eine religiöse Bedeutung haben.

Der Gottesdienst gefiel mir recht gut. Was mich beeindruckte war, dass wirklich jeder die Kirchenlieder auswendig kannte und lautstark mitgesungen wurde. Ich war traurig, dass ich den Text nicht konnte und es auch keine Liederhefte gab, denn da hätte ich gerne mitgesungen.

Magdalena hat jetzt 4 Taufpaten. Je zwei von mütterlicher und väterlicher Seite. Die Taufpaten haben sich dazu verpflichtet, Magdalena im Glauben zu lehren, wenn die Eltern diese Aufgabe nicht richtig erledigen.

Gut. Am Ende wurden noch Erinnerungen verschenkt, es war eine Einkaufstasche mit einem Bild darauf, auf welchem die Hände der jungen Familie zu sehen sind.

Im Anschluss an die Messe gab es noch Torte, Häppchen und Saft zu trinken und es wurde gemütlich beisammengesessen.

Ein durchaus schöner Vormittag! 

 

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Mo

13

Mai

2013

Muttertag & mehr

Der „Día de la madre“ wird auch in Chile gefeiert. Und auch ich überlegte mir eine kleine Überraschung für meine Gastmutter. Ich traf mich mit einer anderen Deutschen und wir versuchten uns an einem Marmorkuchen für unsere Gastmütter. Nach einigen Einschätzungsproblemen was die richtige Handhabung des Gasofens anging, wurden die beiden Kuchen auch ganz lecker. Außerdem bastelte ich ein kleines Geschenk für Leslie.

Den Muttertag selbst gingen wir entspannt an. Gegen Mittag fuhren wir dann alle zu den Großeltern nach San Javier (ca. 20 Minuten Fahrt). Dort gab es unglaublich viel Fleisch zu essen und als Nachtisch eine sehr leckere Torte. Was mir auffiel, keiner der Anwesenden (außer mir) aß die Sahne auf der Torte… Es war ein schöner Tag mit viel Sonne und gar nicht so kalt wie die letzten Tage. Das einzige, was ich nicht so toll fand war, dass das Hauptgesprächsthema am Mittagstisch war, wie man Tiere am besten schlachtet bzw. wie man sie früher geschlachtet hätte und wie welches Tier geschlachtet wird… Es waren ein paar Leute dabei, die auf dem Land aufgewachsen waren… Als sie mich dann fragten, wie das in Deutschland ist, sagte ich, dass es schon so ähnlich sein werde, ich aber nicht vom Land sei sondern ein Stadtkind!  


Was gibt es sonst Neues?


- die Bäume in Linares erstrahlen in den schönsten Herbstfarben, werden jedoch radikal abgeschnitten… angeblich, damit die Äste nicht herunterfallen (da sie ja auf jeden Fall ohne Blätter schwerer sind, als noch im Sommer mit Blättern…). Ich denke einfach, dass die Leute/Gemeinde zu faul sind, die ganzen Blätter wegzufegen.


- in Chile wurde der „Tag des Schülers“ gefeiert (es werden ständig irgendwelche Tage der Psychologen, Sekretärin,… gefeiert). Casa Estudio organisierte ein Fußballspiel und danach wurde gegrillt. Es wurden Prämien und Medaillen für besondere Taten vergeben und ein bisschen zusammengesessen.


- „Los Vasquez“, eine sehr bekannte Band aus Chile hat am Muttertag ein kostenloses Konzert auf der Plaza in Linares veranstaltet. Ich war hin und weg! Mir gefallen die Lieder sehr, man hört sie ständig im Radio und außerdem habe ich letztes Jahr auf der Licenciatura von Casa Estudio ein Lied von ihnen mit meinen Schülerinnen Karaoke gesungen.


- Die Gehwege im gesamten Zentrum in Linares wurden komplett erneuert. Weshalb das? Naja, in ein paar Monaten sind Präsidentschaftswahlen in Chile und man erklärte mir, dass alle 4 Jahre ein paar Monate vor der Wahl irgendwas immer erneuert wird (in gesamt Chile)!


- Die Feuerwehr musste letzte Woche in Casa Estudio anrücken. Der Kamin wurde angefeuert, war aber zuvor nicht gesäubert worden… Das kann extrem gefährlich werden und ganze Häuser abfackeln. Es hörte sich an, als würde ein Flugzeug landen, so rauschte die Luft durch den Schornstein und es brannte die ganze Wand an und spuckte Glut… Außerdem wurde das ganze Haus geräuchert. Glücklicherweise passierte nichts Schlimmeres und alle kamen gut aus der Sache heraus! Es kommt jetzt übrigens ein Schornsteinfeger vorbei!


- 2/3 meines Auslandsjahres sind schon vorbei. Auch habe ich schon seit einiger Zeit das Datum meines Rückfluges… Die Zeit rast! 

 

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Sa

04

Mai

2013

Meine kleine Schwester ganz groß

Meine kleine Gastschwester, die mittlerweile schon 1 Jahr und 10 Monate alt ist, läuft und spricht wie ein kleiner Meister. Wenn ihr der Papa die Zähne putzen will, und fragt: „Vamos a lavar los dientes?“ (Gehen wir Zähne putzen?), sie aber nicht möchte, dann kommt sie zu mir gelaufen und sagt mir vorwurfsvoll: „Papa…diente…“ (Papa…Zähne…) Es ist echt süß, wie sie mich an der Hand nimmt und sagt „Vamos“ (Komm) und mich hinter ihr herzieht.

Sie hat ihre kleinen Lieblingstiere und Lieblingsspielzeuge. So gibt es beispielsweise eine kleine schwarze Katze in der Nachbarschaft, die sie immer vom Fenster aus beobachtet und nach der sie öfter mal ruft. Gerade im Moment ist sie total süchtig nach der „Mini“ von Mickey Mouse. Überall und immer „La Mini, la Mini, la Mini…“ Sie hat Kuscheltiere, Aufkleber, einen Haarreif mit Mausohren und schaut die Sendung im Fernsehen an. Meine Gastmutter meinte letztens, dass sie es bald nicht mehr hören kann, weil immer, wenn die Mini verschwindet, gibt’s Theater…

Warum ist sie aber schon ganz groß? Sie hat ein eigenes Haus bekommen. Dieses Steht jetzt im Wohnzimmer und nimmt recht viel Platz ein. Aus Karton u.Ä. von ihrem Papa gebastelt und von ihrer Mama bemalt und gestaltet. Sie kann reinlaufen, es steht sogar ein kleiner Stuhl drinnen und hat einen Holzboden. Echt süß! Die Hausnummer ist 2407, ihr Geburtsdatum.

Die Kleine ist einfach knuffig, wenn sie lacht, und dazu kann man sie ziemlich oft bringen.

Nur weint sie auch des Öfteren und macht Theater, gerade abends, wenn ich schlafen möchte. Aber dagegen habe ich Ohrstöpsel, die den Geräuschpegel um einiges senken!

 

 

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Fr

03

Mai

2013

Herbstwetter

Wenn in Deutschland und Europa die ersten Anzeichen des Frühlings zu spüren sind, beginnt auf der Südhalbkugel langsam aber sicher die Herbstzeit. Die Uhr wurde schon auf Winterzeit umgestellt.

 

Das bedeutet, abends ist es schon um kurz nach 18 Uhr dunkel und das Wetter wird regnerisch. Der Regen begann vor zwei Tagen. Davor hatte ich wirklich Probleme mit dem Wetter.

 

Morgens und nachts war es eisig kalt, die Temperaturen sanken auf sicher 5°C, morgens war es neblig und feucht in der Luft und mittags kam die Sonne raus und es gab Temperaturen bis zu 25°C. Diese Temperaturschwankungen machten mir schon zu schaffen. Ich wusste wirklich nicht, wie ich mich anziehen sollte, bzw. schleppte den halben Kleiderschrank mit, um mich den Temperaturen anzupassen.

An sich muss ich schon sagen, dass ich ziemlich verfroren bin. Mir ist immer kalt. Zu Hause haben wir keine Heizung, sondern nur einen Ofen. Die Wärme vom Ofen kommt aber nicht wirklich in mein Zimmer und da auch tagsüber niemand daheim ist, empfinde ich es immer als eisig, wenn ich von der Arbeit komme. Auch in Casa Estudio machen sie den Ofen nicht an, sodass ich immer mit mindestens 2 Jacken und dick eingepackt dasitze.

 

Ich habe aber noch einen Joker im Ärmel. Wenn es noch kälter wird, werde ich meine knallgrüne Skijacke aus dem Schrank holen, den dicken Schal anziehen und meine Skiunterwäsche zum Einsatz bringen. Ich bin vorbereitet! :-)

 

 

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Do

02

Mai

2013

Der 1. Mai

Der 1. Mai, Tag der Arbeit, auf Spanisch „Día del trabajador“, war ein verregneter Tag. Er wird auch nicht wirklich gefeiert. Es hat zwar alles zu (was nicht einmal am Nationalfeiertag passiert), aber man verbringt den Tag entweder zu Hause und ruht sich aus oder geht zur Familie. Wirkliche Maiwanderungen, wie man sie aus Deutschland gewöhnt ist, gibt es zumindest hier in der Zentralzone Chiles nicht. Ich weiß nicht, wie es anderswo in Chile ist.

Also verbrachte ich den ganzen Tag zu Hause, in meinem Bett und stand eigentlich nur zum Mittagessen auf. Abends kamen dann noch ein paar Freunde zum Abendessen vorbei.

Ich freute mich aber richtig, mitten in der Woche einen Feiertag zu haben!!!! 

 

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Mo

29

Apr

2013

Winterzeit

Von Samstag auf Sonntag wurde nun auch in Chile von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Nun gibt es 6 Stunden Zeitverschiebung mit Deutschland.

Die Umstellung an sich war komisch. Ich habe ab und zu mal bei verschiedenen Leuten nachgefragt, ob sie denn wüssten, wann die Uhr umgestellt werden würde. Und eigentlich konnte mir keiner etwas Genaues sagen. „Ich glaube es ist immer in der zweiten Woche im April“, „keine Ahnung“, „irgendwann im April“,… Das waren meine Antworten.

Schlussendlich habe ich mich im Internet informiert. Ich habe – im Gegensatz  zu einer meiner Arbeitskolleginnen – die Uhr schön umgestellt und eine Stunde länger geschlafen. Sie jedoch stand am Montag um 5 statt 6 Uhr auf, und wunderte sich, weshalb die Uhr im Wohnzimmer eine andere Zeit anzeigte.

 

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Do

25

Apr

2013

Ein Hund für Casa Estudio?

Montagmorgen, 8 Uhr, Casa Estudio, Linares, Chile. Ein kleiner, selbstbewusster Hund spaziert schwanzwedelnd ins Büro. Nach meinen Schätzungen ist der Welpe ca. 2-3 Monate alt und ist weiblich. Ich war sofort entzückt von ihr und habe gleich ein bisschen mit ihr gespielt. Doch dann wollte sie einfach nicht mehr weggehen. Und so kommt es, dass dieses kleine Hündchen bis jetzt jeden Tag zu uns kam und sich von morgens bis abends bei uns aufhält.

Es tut mir in der Seele weh… Denn die Nachbarn treten sie weg, die Schüler anfangs auch, ins Haus darf sie nicht wirklich und was weiß ich, was sie draußen auf der Straße treibt.

Ich kann sie nicht mit nach Hause nehmen. Und das macht mich traurig, auch, weil sie denke ich auch einen Tierarztbesuch dringend nötig hätte…

Von meinem Chef und dem restlichen Team wird sie schon akzeptiert. Sie darf im – relativ – großen Garten sein, wo sie auch nicht weggeht.

Sie freut sich immer sehr, wenn sie mich sieht, weil ich doch die einzige bin, die sich mal länger mit ihr beschäftigt, sie streichelt, mit ihr spielt.

Nur was passiert jetzt mit der kleinen Dame, die ich „Chiny“ genannt habe (Chiny kommt von Chinita, was Marienkäfer heißt und hier ein Kosename ist). Anfangs dachten wir, sie wäre männlich und bekam kurzfristig den Namen „Chaminator“, was von Casa Estudio CHAMINADE abgeleitet wurde…

Die Köchin lässt ab und zu was runterfliegen,  sie bekommt altes Brot zu essen und hält sich eben hier auf. Nur was macht der Hund, wenn ich nicht mehr da bin und sie nicht mehr „verteidige“?

Jetzt sitze ich nämlich gerade im Garten und schaue ihr beim Spielen zu. Sie knabbert echt alles an. Meine Schuhe, meine Hand, meinen Schal, Planen, Hölzer, Beine… Sie wird auch schon als „mein“ Hund bezeichnet. Und viele Schüler fragen mich, ob ich sie dann mit nach Deutschland nehme. Dann muss ich ihnen leider immer wieder erklären, dass das nicht möglich ist.

Es kann möglich sein – wenn es der Chef erlaubt – dass wir den Hund vielleicht behalten in Casa Estudio, ihm eine Hütte bauen, usw. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt! 

 

Neben meinem Arbeitstisch
Neben meinem Arbeitstisch
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Sa

20

Apr

2013

Welt-Marihuana-Tag

Weshalb schreibe ich einen Blog-Artikel über eine illegale Droge? Nicht etwa weil ich damit Aufmerksamkeit erregen möchte, sondern eher um die Welt an diesen – laut meinen Schülern – wichtigen Tag zu erinnern.


Wie habe ich davon mitbekommen?

Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die keinen blassen Schimmer hatte, dass so ein Tag überhaupt existiert. Aber wer in Casa Estudio arbeitet, bekommt so etwas natürlich mit.


Ein paar Tage vorher unterhielt ich mich in der Pause mit einer Gruppe Jungs, als sie mich plötzlich fragten, ob ich denn auch ab und zu mal abends weggehen würde. Fast im gleichen Satz luden sie mich halb dazu ein, an diesem Wochenende mit ihnen feiern zu gehen. Ich wollte mich schon fast schön herausreden, als sie mir erzählten, dass es etwas Wichtiges zu feiern gäbe. Was denn?

Na den Welt-Marihuana-Tag.

Da musste ich erst einmal kurz Schmunzeln. Klar, dass dieser Tag im Gedächtnis meiner Schüler ist, und sie ihn natürlich angemessen feiern wollen…

Ich sagte dann aber nett und höflich ab. Diesen Tag können sie ruhig ohne mich feiern.


Zu Hause recherchierte ich dann ein bisschen im Internet und stieß auf folgenden Link:

 

http://www.kleiner-kalender.de/event/420-cannabis-tag/21540.html

 

Wer sich gerne ein bisschen genauer über die Geschichte informieren möchte und gerne erfährt, weshalb der Marihuana-Tag eigentlich 420 genannt wird, der klicke den Link an.


Viel Spaß beim Lesen und Schmunzeln :-)

 

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So

14

Apr

2013

Colectivo-Battle

Jetzt sind schon 3 Monate seit meinem Geburtstag vergangen. Uff… vergangen wie im Flug!


Zeit, etwas über meinen nun täglichen Kampf um das morgendliche öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit zu erzählen:

Mein Arbeitstag fängt um 8 Uhr an. Bis dahin sollte ich irgendwie ein Transportmittel gefunden haben, das mich an besagten Ort bringt. Dies gestaltet sich morgens jedoch als etwas schwierig…


 Die Arbeitszeiten haben sich für mich in diesem Schuljahr um eine Stunde früher geändert.


Das Problem:

 alle wollen zur Arbeit, wenn ich auch zur Arbeit will. Und dann kommt es zu einem von mir genannten „Colectivo-Battle“ (Kampf). In meine Población fahren keine Busse, weshalb ich auf das Colectivo angewiesen bin. Wie gesagt, ich bin nicht die Einzige, die auf eines der wenigen Colectivo wartet. Deshalb muss ich bis zum Eingang der Población laufen, weil dort alle stehen und warten. Normalerweise fahren sie fast direkt vor meine Haustüre.


Dort kam es schon vor, dass da 20 andere stehen. Und leider haben die auch keinen Respekt und es existiert keine Reihe (nach dem Motto: wer als erstes kommt, steigt auch als erstes ein). Nein. Wer zuerst am Auto ist, hat gewonnen.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich da als die ordentliche Deutsche eine Reihe einführe (habe ich aber bis jetzt noch nicht gemacht). Naja.


Dann kommt noch dazu, dass um die Uhrzeit auch noch nicht so viele Colectivos unterwegs sind. Das summiert sich und ergibt für mich eine Wartezeit von ca. 30 Minuten in der Kälte und Dunkelheit.


Am ersten Tag bin ich deshalb auch gleich viel zu spät gekommen (wobei das nicht soooo schlimm ist, da die Schüler auch erst später eintrudeln). Die nächsten Tage bin ich dann einfach früher aufgestanden und früher aus dem Haus, und habe jetzt sogar einen Colectivo-Fahrer gefunden, der extra bei meinem Haus vorbeifährt und mich dann sogar direkt bei der Arbeit absetzt. *hihi* das ist denke ich der Ausländerbonus, den man hier in Linares hat!


Nach dem Schreck der ersten Tage der Colectivo-Suche, habe ich jetzt einen ziemlich entspannten Weg zur Arbeit! 

 

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Sa

13

Apr

2013

Heimweh

Das war gestern wohl das erste Mal hier in Chile, dass ich so richtiges Heimweh hatte…

Ich vermisse zwar eigentlich immer meinen Freund, ab und zu würde ich auch gerne mal wieder in die Stadtmusikprobe oder beim Griechen in Waldkirch essen gehen. Aber so richtig Heimweh hatte ich in den ganzen 7 Monaten hier in Chile noch nie…

Wohl war ich auch ziemlich empfindlich an diesem Tag. Es find schon morgens in Casa Estudio an. Da hatte ich einfach keine Geduld mehr. Langsam geht sie mir nämlich aus, wenn ich immer und immer wieder die Schüler nicht verstehe, wenn sie mit mir oder untereinander reden. Daheim klappt es doch jetzt so gut, und dort ist es fast wie eine andere Sprache. Sie benutzen ein komplett anderes Vokabular… Das hat mich auf jeden Fall ziemlich frustriert.

Dazu kam, dass es jetzt wirklich kalt wird. Und es gibt keine Heizungen, sondern nur Öfen. Und in Casa Estudio wird der einfach nicht angemacht (oder noch nicht). Und dann ist es eiskalt und wird einfach nicht warm. Mittags kann dann draußen die Sonne scheinen und auch schön warm werden, drinnen jedoch bleibt es eisig kalt. Dann friere ich den ganzen Tag, habe 2 Jacken und 3 Tops an und kann sie einfach nicht ausziehen. Die Vorstellung, dass es die nächsten 4-5 Monate nicht besser wird, verbesserte meine Laune da leider auch nicht.

Als ich dann zu Hause war, habe ich mir einfach nur gewünscht, wieder in Deutschland zu sein. Bei meinem Freund (die Entfernung zehrt auch an mir), meiner Familie, wo ich die ABIZeit meiner Schwester verpasse, wieder im Orchester spielen, usw.


Naja, heute geht es wieder besser. Ich war shoppen :-) und habe endlich nach unendlicher Suche schöne Schuhe gefunden, die auch mir gepasst haben! 

 

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Fr

12

Apr

2013

Wieder voll drin

Es ist wieder Alltag eingekehrt! Die Ferien und der Sommer sind vorbei und die Arbeit wartet wieder auf mich. 

Durch den Urlaub mit meiner Mama habe ich den Schulanfang in Casa Estudio verpasst. Deshalb lernte ich die ganzen Kids erst später kennen. Es ist eine gemischte Truppe mit vergleichsweise vielen Mädchen in diesem Jahr. Die Jungs und Mädels sind wohl nicht ganz so "schlimm" wie die vom letzten Jahr. 

Dennoch sind sie manchmal ein ziemlich unübersichtlicher Haufen, den es irgendwie zu überblicken gilt. 

Mit den allermeisten habe ich auch ein gutes "Feeling", wie hier in Casa Estudio gesagt wird. Es scheint, als würden mich die Jugendlichen als Deutsche und Freiwillige akzeptieren. Klar, ich habe bis jetzt noch keinen Unterricht gegeben. Das werden wir dann sehen *hihi*

Ansonsten besteht meine Arbeit im Moment darin, morgens das Frühstück zu machen und auszuteilen, mich in den Pausen mit den "chiquillos" (Jungs & Mädels) zu beschäftigen und nebenbei an dem neuen Casa-Estudio-Blog zu arbeiten. Außerdem bin ich sozusagen als Bibliothekarin tätig und registriere alle Bücher, um sie später an die Schüler auszuleihen. 

 

Mein Chef ist gerade in Deutschland unterwegs. Er wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die mit "weltwärts" und meinem Auslandsjahr zu tun haben, eingeladen, an einem Seminar teilzunehmen und später die Heimatstädte von uns chilenischen Freiwilligen kennenzulernen. 

Das bedeutet, dass er heute oder morgen in Freiburg ankommen wird... Irgendwie wäre ich schon gerne mitgeflogen, um allen Bekannten kurz "Hallo" zu sagen und "nach dem Rechten zu sehen". 

 

In der nächsten Woche soll hier auch das Nachmittagsprogramm richtig starten. Das heißt, wir bekommen Mittagessen und haben irgendwelche Aktivitäten danach. Wenn es Interessierte gibt, werde ich ein bisschen Englisch unterrichten, eine Musikgruppe haben und vielleicht auch einen Fotokurs. Da bin ich schon ziemlich gespannt drauf. 

 

Wie der Titel schon sagt: ich bin schon "wieder voll drin" ! 

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So

07

Apr

2013

Auf geht's zur Arbeit

Nach dem – durch meinen Urlaub verpassten – Schulanfang und den ersten zwei Wochen „Eingewöhnungsphase“ in Casa Estudio, bin ich nun auch endlich wieder mit von der Partie!

Es ging für mich auch gleich gut los, denn es gab viele neue Gesichter und Namen auswendig zu lernen (gibt es immer noch).

Es sind wieder ein paar Helden dabei, die ich wirklich kaum verstehe, wenn sie Spanisch (was es ja eigentlich sein sollte) reden. Aber ich hege immer noch die Hoffnung, dass ich sie irgendwann in den verbleibenden fünf Monaten verstehen werde!!!

Es wartet viel viel viel Arbeit auf mich, sodass ich nun zum Beispiel gerade dabei bin, eine Website/Blog zu entwerfen. Diese soll dazu da sein, Casa Estudio der Außenwelt auch im Netz zu präsentieren – in drei verschiedenen Sprachen!!!

Wenn ich fertig bin werde ich diese Website natürlich auch hier veröffentlichen und herzeigen.

Mehr Details von meiner Arbeit gibt es nächste Woche! 

 

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